Theil, nämlich das Beſte. Der Menſch ſieht gewöhnlich
he nach ſeiner Stimmung aus, und ſo nimmt auch eine K Stadt leicht die Miene ihres geſellſchaftlichen Lebens an. ſe Ich laſſe mir darum gern die erſten Begegniſſe an einem le mir neuen Ort als bedeutſame Vorzeichen gelten. Das G Caſtell nehme ich aus. u Während ſie jenſeit der Brücke über den belebten Altſtädter Markt gingen, und der junge Fremdling an n dem angenehmen Organ und der weichen Mundart ſeiner u 8 geſprächigen Begleiterin noch mehr Wohlgefallen, als an d ihrem freundlichen Ausſehen fand, war ihnen ein Mann ei in guter bürgerlicher Kleidung mit einem großen dreiecki⸗ gen Hut bis an die Judengaſſe gefolgt. Hier trat er dem Frauenzimmer dicht an die Seite mit der leiſen Frage: b ſi Wohin denn, Mamſell Lenchen, mit der guten Priſe?
Betroffen, mit einem Blicke nach dem jungen Mann, e j
aber ſchnell beſonnen, erwiderte ſie laut: O Herr Commiſſar, verſchonen Sie mich mit Ihrer e
Spaßhaftigkeit! Ich nehme keine Priſen, wiſſen Sie doch! Es geht nichts über'ne gute Wendung! lachte der L
Mann, indem er das kupferige Geſicht zu einem Lächeln verzog, und aus einer alten Tabacksdoſe ſchnupfte, wobei n
unter dem Rock ein ſilbernes Schild hervorblickte.
Der fremde Herr will nach der Stadt London. Kom⸗
d
3 men Sie, mein Herr, wir ſind ganz nahe! ſagte die Ge⸗ 1
nannte, und nahm, um loszukommen, einen lebhaftern Schritt. Der Commiſſar aber hielt ſie mit dem leiſen 5
ſpöttiſchen Wort am Arme zurück: 4
Nur langſam, Lenchen! Ueberlaſſen Sie mir die Ge⸗ 9
fälligkeiten bei Tage.
Gehen Sie nur immer voran und
—


