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Sophie Printems. 2. Bd.
Entstehung
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„Ja, aber ich bin ſeitdem noch zu einem andern gekommen.“

„Und zu welchem denn?“

„Zu dem Entſchluſſe, Ihnen eine Kugel durch den Kopf zu jagen, bevor ich mich ſelbſt umbringe.“

Stumm vor Schrecken und leichenblaß ſchaute der jüdiſche Bankier den Baron an, den er als einen Mann von Wort kannte. Endlich ermannte er ſich wieder einigermaßen und ſprach mit halbzitternder Stimme:

„Nun, ſo will ich meinetwegen nachgeben, Herr Baron.“

Was wollen Sie mit dieſen Worten ſagen?“

„Sie ſollen Ihre fünfzigtauſend Franken wieder haben.“

„Iſt das wirklich Ihr Ernſt?“

„Mein bitterſter Ernſt.“

„Ahl ahl da haben Sie einmal einen verdammt geſcheidten Einfall gehabt, Herr Dogmann; nur Schade, nur Schade, daß er ein bischen ſpät kommt und Ihnen viel Kopfſchweiß gekoſtet zu haben ſcheint.“

Herr Dogmann ächzte, während Herr von Merey ſich eines Lachens nicht erwehren konnte.

„Iſt es denn gar ſo ſchwer,“ hob letzterer wie⸗ der an,„von fünfzigtauſend Franken ſich zu trennen, ſelbſt wenn dieſe Einem nicht gehören?“

„Ohl Herr Baron, ſehen Sie, man muß in den Geſchäften geweſen ſein, um das verſtehen zu kön⸗ nen,“ antwortete Herr Dogmann mit einer über alles Lob erhabenen Naivetät. Zugleich zog er lang⸗ ſam und ſeufzend aus einer Taſche die Werthe her⸗ vor, die er ſeinem Gläubiger zuzuſtellen hatte, und

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