höchſt unerwünſcht ſein mußte. Es fuhr nämlich Herr von Merey, eines Tages mit einem ſeiner Freunde durch eine der frequenteſten Straßen von Paris, als er mit einem Male Herrn Dogmann auf dem Trottoir erblickte.
Er ließ alsbald anhalten.
„Sie erlauben doch, mein Freund?“ ſprach er zu dem neben ihm ſitzenden Herrn.
„Geniren Sie ſich gar nicht.“
Und ohne Weiteres ging Herr von Merey auf den Bankier zu und gab ihm, ohne auch nur ein Wort zu verlieren, ein paar Ohrfeigen, die den Ge⸗ troffenen ſchwindeln machen mußten. Dann ſtieg er wieder in ſeinen Wagen und ſprach zum Kutſcher:
„Zugefahren!“
Was den guten Herrn Dogmann betrifft, ſo hatte er bloß das Nachſehen und mußte ſich ſagen, daß man einen ehrlichen Mann zwar leicht beſtehlen könne, aber nicht immer ſtraffrei ausgehe.
Auch hielt er ſich vollkommen überzeugt, daß die gleiche Scene wieder aufgeführt werden würde, ſo oft der Baron ihm begegnete..
Das Schönſte bei der Sache aber war wohl das, daß der arme Herr Dogmann ſelbſt die ihn um⸗ ſtehende Menge, die ihn bemitleidete und ihm rieth, beim Gerichte zu klagen, beſchwichtigte.
Endlich kam er nach Hauſe, um über ſeine Lage nachzudenken.
Er konnte dreierlei thun.
Für's Erſte konnte er ſchweigen und Parisverlaſſen, um dem Scandal zu entgehen, den die ſo einfachen Re⸗ preſſalien des Barons fruͤher oder ſpäter machen mußten.
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