Druckschrift 
Sophie Printems. 1. Bd.
Entstehung
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ren, daß Herr Andreas Dogmann durch ſeine intel⸗ ligente Geſchäftsbehandlung unterdeſſen zu einem reichen Manne geworden; daß er hohen Anſehens ſich erfreue, auf dem Boulevard Saint⸗Martin ein ſolides Bankhaus habe, kurz, daß er vollkommen im Stande ſei, mir jetzt zurückzugeben, was ich ihm einſt mit Vergnügen geliehen. Da habe ich den Schuld⸗ ſchein des Herrn Andreas Dogmann genommen und bin zu ihm gegangen; er aber hat mich nicht als⸗ bald wieder erkannt, was gar nicht verwunderlich iſt,

da ich mich verändert haben muß; ebenſo wenig hat

ihm dieſe Schuld wieder einfallen wollen, was nichts Außerordentliches iſt, da ich ſelbſt ſie vergeſſen, und das Glück hat das gleiche Recht wie das Unglück, ſich vergeßlich zu zeigen, und endlich habe ich ihm ſeinen Schuldſchein eingehändigt und ihn gebeten, mir, wenn die Wiedererſtattung dieſer Summe ihm für den Augenblick ſchwer fallen ſollte, einen Credit von fünfzigtauſend Franken bei ſeinem ſoliden Hauſe zu eröffnen.

Mit dieſen Worten zog Herr von Merey aus ſeiner Rocktaſche den Schuldſchein des Bankiers heraus und händigte ihn Herrn Dogmann ein.

Dieſer ſchaute ihn einige Augenblicke an, ja ſo⸗ gar länger, als nöthig war, um davon Einſicht zu nehmen. Freilich brauchte der Bankier dieſe Zeit, um ſein Geſicht zurecht zu legen und ſeine Antwort gehörig zu inſceniren.

Alles das iſt vollkommen richtig, Herr Baron, antwortete er, ohne die Augen aufzuſchlagen.Wir wollen unſere Rechnungen auf der Stelle ausgleichen,