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Sophie Printems. 1. Bd.
Entstehung
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rein unmöglich iſt, von einem ſo ſpärlichen Einkom⸗ men zu leben. Ich faßte alſo einen heroiſchen Ent⸗ ſchluß. Ich machte aus meinen zweimalhunderttau⸗ ſend Franken vier gleiche Haufen, legte immer in eine beſondere Schublade fünfzigtauſend Franken, und ſagte bei mir ſelbſt, daß ich ſo mein früheres Leben noch vier Jahre fortſetzen könnte. Dann wollte ich mir eine Kugel vor den Kopf ſchießen als ein ehrlicher Mann, der Niemand um das Seine bringen will, oder, ſo Sie lieber wollen, als ein Philoſoph, der das Leben genoſſen, dem vier Jahre genügen, um es auszugenießen, und der, da er mit dem Tode oft geſpielt, denſelben nicht fürchtet. Aber ſehen Sie, was der Zufall für ein Schelm ſein kann! Indem ich in meinen Schubladen herumſtörte, um durch Entfernung der unnützen Papiere für die fünf⸗ zigtauſend Franken Platz zu gewinnen, fand ich Ih⸗ ren Schuldſchein wieder, den ich, ſoll ich Ihnen die Wahrheit geſtehen, ganz und gar vergeſſen hatte. „Was ich wieder gefunden, waren genau fünfzig⸗ tauſend Franken, mithin durfte ich nun auch fünf Jahre anſtatt der früheren vier leben. Wie weit nun auch die Philoſophie des Lebens bei mir gehen mag, ſo machte mir dieſer Fund denn doch Freude. Nur galt es jetzt vor Allem, Gewißheit daruͤber zu erlangen, ob Sie auch im Stande wären, mir dieſe Summe heimzugeben; denn hätten Sie unterdeſſen ſchlechte Geſchäfte gemacht, ſo hätte ich nie mehr von

dieſer Schuld geſprochen und hätte um keinen Preis

meine Exiſtenz auf Koſten der Ihrigen um ein Jähr⸗ chen friſten wollen. „Ich habe Erkundigungen eingezogen und erfah⸗

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