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„Den Grafen aufſuchen, der auf mich wartet.“
„Und die Gräfin?“
„Wird morgen zur Erde beſtattet werden.“
„Er aber?“
„Wird ſich heute Abend eine Kugel vor den Kopf ſchießen,“ verſetzte der Greis.
Mit dieſen Worten entfernte ſich Servans und ſuchte Herrn von Dikſen auf, der mit auf die Thüre gehefteten Augen ſeiner harrte und als er den Arzt hereintreten ſah, mit heftig pochendem Herzen und vor Furcht und Hoffnung zugleich blaß, ſich erhob.
Der Arzt ging langſam auf ihn zu.
Stehend, eine Hand auf das Bett ſeiner Frau geſtützt und etwas nach der Seite hin geneigt, von der der Arzt auf ihn zuſchritt, murmelte der Graf bloß das Wort:
„Nun?“
„Nun, mein Herr,“ verſetzte der Greis mit einer Stimme, welche den beim Leichnam wachenden Gra⸗ fen in ſeinem Innerſten erbeben machte, und ſetzte zugleich einen Fuß auf die erſte Stufe der Eſtrade des Bettes,„ſchwören Sie mir abermals bei Jeſus Chriſtus, daß Sie ſich der Gräfin gegenüber nichts vorzuwerfen haben, daß Sie dieſe Frau ſtets geliebt, und daß Ihre Liebe allein es iſt, welche ſie zurück⸗ verlangt.“
Uunwillkürlich wich Herr von Dikſen zurück; in⸗ deſſen that er ſich Gewalt an und antwortete mit einer Stimme, der er etwas Unerſchrockenes zu geben ſuchte: „Ich ſchwöre es!“ „Das lügen Sie! Herr Graf,“ rief der Greis,


