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„Wenn nun, fuhr er fort,„die Gräfin zu mei⸗ nen Gunſten teſtirt, wie muß dann das Teſtament abgefaßt ſein, um keinerlei Anfechtung zu unter⸗ liegen?“
„Ich gab ihm die gewünſchte Auskunft.
„Gut,“ bemerkte er jetzt, Sie können jetzt gehen.
„Ich ließ mir das nicht zwei Mal ſagen.
„Er bot mir die Hand hin, allein ich ſtellte mich, als nähme ich dieſe Bewegung gar nicht wahr, und ging zur Thüre hinaus, nachdem ich mein Compli⸗ ment gemacht.
„Es hat dieſer Menſch ein ſehr wüſtes Leben geführt und dabei ſein ganzes Vermögen verſchwen⸗ det. Da hat er auf einer Reiſe in Frankreich die Bekanntſchaft eines jungen Mädchens gemacht; und da er ſo wieder zu etwas kommen konnte, ſo hat er ſie entführt, und Gott weiß, wie viel die Arme aus⸗ geſtanden, ſeitdem ſie ſeine Frau iſt, denn Sie müſſen wiſſen, daß er einer der laſterhafteſten und gewalt⸗ thätigſten Menſchen iſt, die es gibt.
„Das Uebrige wiſſen Sie; und darf ich, beſter Herr Doctor, mir erlauben, Ihnen einen guten Rath zu geben, ſo iſt es der, die arme Gräfin zu laſſen, wo ſie iſt. Ihr Leben iſt, ich wiederhole es, ein zu unglückliches geweſen, als daß ſie anders als ungern unter den Menſchen wieder erſcheinen ſollte.“
„Ich danke Ihnen,“ ſprach der Doctor.„Das iſt ein niederträchtiger Menſch. Nun aber wollen wir gehen.“
„Wohin gehen Sie?“
„Nach dem Todtenhauſe.“ „Was wollen Sie dort thun?“
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