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Doctor Servans : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Aus dem Franz. von Chr. Fr. Grieb
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nicht; denn vor Allem hielt ich es für meine Pflicht, die arme Frau am Leben zu erhalten. Ich gehörte noch zu denen, die da meinten, daß für alle Kranken die Wiedergeneſung das höchſte Glück ſei. Der Arzt will nicht mehr dafür ſtehen, ſagte ½ der Graf. Wie heißt denn dieſer Arzt?: fragte ich. Und er nannte mir ihn. Dann glaube ich es wohl,' verſetzte ich: ‚der iſt der ſchlechteſte in der ganzen Stadt.

Aus der Miene, womit Herr von Dikſen mich anſchaute, ſchloß ich ohne Mühe, was ich Ihnen eben V

geſagt, das heißt, ſchloß ich, daß er, um das Ver⸗ mögen ſeiner Frau um ſo geſchwinder zu bekommen, gerade nach dieſem Arzte geſchickt. Ich ſchämte mich wahrlich dieſes Menſchen. Und als er ſah, daß er einzig und allein da⸗ durch, daß ſeine Fau am Leben bleibe, ſeinen End⸗ zweck erreichen könne, fragte er mich:

Kennen Sie Jemand, der meine Frau curiren könnte? Ich kenne einen Mann, entgegnete ich, ‚der

allein im Stande iſt, ſie am Leben zu erhalten, wenn ſolches überhaupt unter die möglichen Dinge gehört. Wie heißt er? Doctor Servans. 5 Man hatte mir ſeinen Namen genannt!' rief der Graf unkluger Weiſe, wie wenn er mich auch nicht einen Augenblick hätte an der Geſinnung zwei⸗ feln laſſen wollen, welche ihm eine ſo ſeltſame Wahl eingegeben. Darauf befahl er Jemand, Sie zu holen.

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