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Doctor Servans : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Aus dem Franz. von Chr. Fr. Grieb
Entstehung
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Doctor, was ſich jetzt auf des Grafen Geſicht malte, wäre vergebliches Bemühen.

Nun, ſo muß ſie eben ein Teſtament machen, ſprach er zu mir.

Soll dieß geſchehent, bemerkte ich, ‚ſo muß ſie entweder ſchreiben oder doch ſprechen können; kurz, ſie muß wieder zu ſich kommen, denn jetzt ſcheint mir die Gräfin ſehr krank.

Nun geſchah etwas wahrhaft Unerhörtes.

Es trat dieſer Mann an das Bett ſeiner Frau

und fing, ganz und gar vergeſſend, daß ich neben ihm ſtand, an, ſie leiſe, dann ſtärker und ſtärker bei ihrem Namen zu rufen; und als er ſah, daß er keine Antwort bekam, erfaßte er eine der beiden Hände der Kranken und ſchüttelte den Arm, den er gefangen hielt, ſo heftig, daß die arme Kranke laut aufächzte; ich aber konnte mich nicht enthalten, mich ins Mittel zu legen und ihn zu bitten, daß er doch ruhiger ſein möchte. Vielleicht hätte ich mich anders ausdrücken ſol⸗ len; macht aber Jemand einen Fremden zum Zeugen ſolcher Leidenſchaften, ſo glaube ich, daß es das Beſte iſt, wenn man ſich ſtellt, als begreife man ſie nicht. 3

Der Graf war total vernichtet.

Was iſt anzufangen? Was iſt anzufangen? ſprach er wuthentbrannt.

Vielleicht gelingt es, die Gräfin am Leben zu erhalten.

Da haben Sie Recht, gab er zurück, ‚das wäre ein Mittel.:

Ich ſtellte mich abermals, als verſtünde ich 14

Dumas, Doctor Servans.