Druckschrift 
Doctor Servans : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Aus dem Franz. von Chr. Fr. Grieb
Entstehung
Einzelbild herunterladen

207

Converſation mit größter Spannung und ſchaute dann und wann ſeinen Herrn an, deſſen vertraulicher Blick ſich mit dem ſeinigen kreuzte.

Fürwahr das iſt recht ſeltſam! hob der Doc⸗ tor wieder an.

Und doch verhält ſich die Sache genau ſo, wie ich ſage.

Aber ich habe ihn ja ſelbſt vom gräßlichſten Kummer darniedergedrückt geſehen.

Eitel Lüge!

Aber ich habe ihn weinen ſehen.

Pure Comödie!

Aber ich habe ihm in dem Augenblicke, wo er ſich eine Kugel vor den Kopf ſchießen wollte, Ein⸗ halt gethan.

Was ſollte er denn aber ſonſt thun?

Sterben! Anderes läßt ſich auf eine ſolche Frage nie antworten. Aber er hatte doch die Gräfin entführt?

Ja.

Aus Liebe?

Nein, aus Intereſſe.

Sie war aber ſehr ſchön.

Sie wollen ſagen, ſehr reich.

Zum Henker! Wie wiſſen Sie denn das?

Hören Sie, verehrteſter Herr Doctor: nimmer⸗ mehr würden die Worte, die Sie nun vernehmen werden, über meine Lippen gekommen ſein, da ein Notar ein Beichtvater iſt, wenn Sie nicht im Be⸗ griffe wären, ein Weſen wieder lebendig zu machen, das der Kummer umgebracht und für das dieſes Leben die höchſte Qual ſein muß. Machen Sie, ſo

-