vans fort, indem er den Sohn des Procurators ebenſo fixrirte, wie er früher mit Henry gethan;„wir ſind hier ja unter uns, und ich ſchwöre Ihnen, daß nie ein Menſch erfahren ſoll, was Sie mir ſagen werden.“
„Nun,“ antwortete Francis, auf die Knie fallend und ſein Geſicht in beiden Händen begrabend;„nun, ſo wiſſen Sie denn, es wird mich das Leben koſten, wenn ich das Mädchen, das ich liebe, nicht zur Frau bekomme.“
„Es iſt das recht, das Geſetz des Herrn, der Wille Gottes erheiſcht es ſo; beten Sie für Ihren Vater, Francis, ſo wird er auch für Sie beten.“
„Oh!“ rief der junge Mann, ſich aufrichtend, „was ich da thue, iſt ſchrecklich, nicht wahr? Ein Sohn, dem man ſeinen Vater wiedergeben will,— ſeinen Vater, der erſt zwei Tage todt iſt, weist dieſes Anerbieten zurück. Oh! Herr Doctor, Herr Doctor, ſagen Sie mir, wird Gott mir deßhalb nicht ſeinen Segen entziehen?“
Und Francis warf ſich Doctor Servans in die Arme und weinte einige Augenblicke an der Bruſt des Greiſes.
„Es gibt Leute, die da fragen, warum Gott es zugebe, daß man ſterbe,“ ſagte der Arzt leiſe.
„Was ſagen Sie, Herr Doctor? Sie fluchen mir!“ rief Francis.
„Nein, mein Freund, ich anerkenne, wie Sie, die Weisheit des Schöpfers, der dem Leben die vielen Hoffnungen ſchenkt, welche demſelben bis zum Tode Werth verleihen.“


