trug, war mein Schmerz ſo groß, daß ich ihn nicht in das Todtenhaus begleiten konnte.“
„Ich weiß es ebenfalls.“
„Während mich dieſer Schmerz verzehrte, kam
Ivarius und brachte mir die Papiere, die Ihnen mein Vater zugeſtellt hatte, damit ſie mir übergeben würden. Ich öffnete dieſelben haſtig, ſo ſehr freute mich Alles, was von meinem Vater kam, und Sie „können ſich meine Freude, oder beſſer, mein Erſtau⸗ nen denken, als ich erſah, daß mein Vater mir dreihundertfünfzigtauſend Franken hinterließ, von deren Exiſtenz ich keine Ahnung hatte.“
„Auch das wußte ich.“
„„Was Sie aber nicht wußten,“ ſetzte Francis hinzu,„iſt das, daß ich in ein junges Mädchen verliebt war, das ich wo möglich noch mehr liebe, ſeit der Tod meines Vaters mein Herz um einen ſeiner ſüßeſten Triebe ärmer gemacht hat. Ich hatte meinen Vater gebeten, daß er für mich um die Hand von Fräulein S.... anhalten möchte; allein er hat ſich dem förmlich widerſetzt, indem er dieß und jenes wider das Mädchen hatte und außerdem noch vor⸗ gab, daß wir nicht reich genug wären, um an eine Verbindung mit dieſer Familie denken zu können. Wie Sie ſehen, Herr Doctor, ſo war dieß nur ein Mittel, ſeiner Abſicht, mich das Mädchen, das ich liebte, nicht heirathen zu laſſen, einen weiteren Stütz⸗ punkt zu geben.
„Brauche ich, wertheſter Herr Doctor, Ihnen eine Analyſe des menſchlichen Herzens zu geben? Allerdings machte mich der Tod meines Vaters recht
unglücklich, allein es hat Gott in ſeiner Güte und


