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Doctor Servans : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Aus dem Franz. von Chr. Fr. Grieb
Entstehung
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Ah! ſprach die Alte,ich ſehe ſchon, Sie ſind nicht ſo daran gewöhnt wie ich. Sofort trat ſie hinein und machte ein, höchſtens zwei Fuß hohes und breites Fenſter auf, das auf den Hof hinausging, und deſſen ſchmutziger Rahmen mit ſeinen grünen Schei⸗ ben von der Lampe erhellt wurde, welche das Kind auf einen Tiſch geſtellt hatte.

Ein regenfeuchter Luftſtrom drang in die Stube herein und nun überwand ſich auch der Arzt und folgte der Alten.

Ein traurigeres Schauſpiel hätte ſich ihm gewiß nicht darbieten können!

Es erſtreckte ſich dieſe Stube von dem Punkte,

wo der Hof aufhörte, bis an den Ort, wo die Treppe

anfing. Sie war ſchmal und lang acht Fuß breit und etwa fünfzehn Fuß tief.

An der Seite, welche an die Treppe ſtieß, ſtand eine hölzerne, röthlich angeſtrichene Bettlade, an deren oberem Ende ein vernageltes Fenſter, in paralleler Richtung mit dem von der Mutter eben geöffneten, durch ſeine gelblichen Scheiben hindurch die Stufen der Treppe ſehen ließ, von der wir geſprochen.

In dieſem armſeligen Bette lag ein etwa fünf⸗ zehnjähriges Mädchen, deren abgemagerter Körper unter der ärmlichen Decke und dem nicht minder ärmlichen ſchwarzen Shawl, womit er bedeckt war, lediglich keine Form mehr andeutete.

Das arme Kind war, wie die Mutter geſagt, am Sterben. Ein unheimliches Röcheln entſtieg der Kehle des Mädchens; ihre Haare floßen, ſo zu ſagen, an ihrem abgemagerten Geſichte herab, und ihre zwar noch offenen, von dem Tode aber bereits ver⸗