Druckschrift 
Doctor Servans : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Aus dem Franz. von Chr. Fr. Grieb
Entstehung
Einzelbild herunterladen

unterſchied mit Hilfe einer rauchigen Lampe, die ein Kind herausbrachte, ein dreiſtockiges Haus, an dem auch nicht ein einziges erleuchtetes Fenſter zu ſehen war. Das Parterre dieſes Hauſes war durch einen Schuppen erſetzt, worunter allerlei Karren mit ihren in die Höhe ſtehenden Gabelarmen für den Augen⸗ blick ausruhten. Ein Gang zu ebener Erde, deſſen Dunkel die Lampe nicht zu ergründen vermochte, führte zu einer andern Thüre, die auf eine andere Straße hinausging. Allmählig unterſchied das an das Dunkel ſich gewöhnende Auge mitten in dieſem Gange eine hölzerne Treppe mit Geländer eine Treppe, deren ſchmutzige und holperige Stufen in das Innere des Hauſes führten, und endlich im Corridor, vor der Treppe und in paralleler Richtung mit dem Schuppen, eine Stube, einen Verſchlag, einen Hundeſtall wie man eben will.

Schon ging der Arzt auf die Treppe zu, deren Geländer ihm endlich durch die Lampe angezeigt wor⸗ den war, da ſprach die Alte, mit dem Finger auf den Verſchlag deutend, zu ihm:

Hier iſt es. Sofort verſuchte das Kind die mit Glasſcheiben

verſehene, ſchmierig ausſehende Thüre dieſes Loches zu öffnen, allein es wollte ihm nicht gelingen. Jetzt ließ die Alte einen Schlüſſel in dem Schloſſe ſpielen.

Gehen Sie hinein, Herr Doctor, ſprach ſie zum Arzte. Dieſer ſetzte auf die vor der Stube befindliche Stufe den Fuß, aber es ließ die geöffnete Thüre eine ſo verpeſtete Luft herausdringen, daß der Arzt unwillkürlich erblaßte und daß es ihm wehe wurde.