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Doctor Servans : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Aus dem Franz. von Chr. Fr. Grieb
Entstehung
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indem er Gutes zu thun und ſich neue Wiſſens⸗ ſchätze zu erwerben ſuchte. Allmählig hatte er die faſt gänzliche Vereinzelung lieb gewonnen, die Ivarius theilte und zugleich verſüßte. In der That, es war aus Ivarius ein ganz anderer Menſch geworden. Seit zwanzig Jahren hatte er ſich jeden Morgen und jeden Abend mit ungeheuren Folianten einge⸗ ſchloſſen, die er verſchlang, und ſo hatte er ein tiefes Wiſſen erlangt, wobei ſein Herr, den das Ex⸗ periment höchlich intereſſirte, ihm möglichſt an die Hand gegangen war. Die Geſellſchaft des wackern Burſchen hatte Doctor Servans allmählig vollſtän⸗ dig zu genügen angefangen, ſo daß er aufgehört hatte, in Ivarius einen Dienſtboten zu erblicken, um ihn nur noch als einen Schüler, als einen Ge⸗ ſellſchafter, als einen Freund zu betrachten.

Ivarius jedoch hatte ſich ſchlechterdings geweigert, auf die Dienſte, die er dem Arzte als Diener leiſtete, zu verzichten; Diener wollte er nach wie vor dem Manne bleiben, der ihn als armen, unwiſſenden Menſchen zu ſich genommen hatte.

Ich bin, pflegte der arme Ivarius zu ſagen, ein Gelehrter geworden; aber es ſind dieß die eigenthümlichen Vorzüge meiner Stellung; und an⸗ ſtatt mir Geld zu erſparen, habe ich geiſtige Erſpar⸗ niſſe gemacht. Ihnen, theuerſter Herr, pflegte er noch hinzuzuſetzen,verdanke ich Alles, und ſicherlich kann es mich nur freuen, wenn Sie mich als einen Freund behandeln; indeſſen kann ich Ihre Freund⸗ ſchaft nur unter der Bedingung annehmen, daß es mir auch ferner vergönnt iſt, die Pflichten zu er⸗ füllen, die mir anfänglich zugefallen waren, und