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Doctor Servans : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Aus dem Franz. von Chr. Fr. Grieb
Entstehung
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Geſellſchafters übernimmt, und will man ſelbſt an⸗ nehmen, daß ſie die Sache wirklich ernſt nehme, hat ſie da nicht an dem Tage, wo ſie ihren Geliebten nicht mehr lieben kann, allen Zauber des Luxus und alle Genüſſe der Welt, um ſich zu tröſten?

Hat ein reicher, meiſtens den Ausſchweifungen ergebener, einzig und allein mit ſeinen Geliebten und ſeinen Pferden beſchäftigter Ehemann ein Recht, ſeine Frau zu verfluchen und ſich an ihr zu rächen, wie der, der jeden Abend ſeinen Kindern und ſeiner ganzen Familie das Brod heimbringt, das er den Tag über im Schweiß ſeines Angeſichtes verdient hat? Höchſtens darf der erſtere Ehegatte den Ehren⸗ punkt geltend machen; denn leider iſt unſere Geſell⸗ ſchaft ſo albern eingerichtet, daß ihr die Ehre eines Mannes in der höheren oder geringeren Tugend⸗ haftigkeit ſeiner Frau beſteht. Ich frage: raubt man dem armen, arbeitenden Manne nicht mehr, als dem reichen, müſſiggängeriſchen, und ſind nicht die Thränen, die der arbeitende Mann über den Fehltritt der Frau vergießt, welcher er ſein Leben opfern muß, tauſend Mal bitterer, als der Entſchluß des Weltmannes, nichts mehr zu ſehen, um ſeinen Kindern alle Schande zu erſparen, oder mit der Hälfte ihres Vermögens die Frau, die ſeinen Namen befleckt, ihrer Familie zurückzugeben?

Und ſind für den Weltmann die Reſultate gräß⸗ lich denn wir ſind nicht gemeint zu behaupten, daß der Reichthum die wahre Liebe und den Kummer ausſchließe ſo ſind ſie es für den arbeitenden Mann noch unendlich mehr, denn für dieſen ſind ſie wahrhaft furchtbar, wahrhaft vernichtend. Dieſer