n der dieſen anzen orzu⸗ Men⸗
Das
ſich:
r ein
ernte, fund⸗
des wir nigen mit Zeiſte
zum rd er lllein
ihm Liebe chien bſten ihren „ ſo auen
21
etwas verlangen zu wollen, was ſie für Leute ihrer Generation am Liebſten bewahren mußten; kurz und gut, er wollte mit allen Frauen auf einem freund⸗ ſchaftlichen Fuße ſtehen, jedoch der Geliebte keiner mehr ſein. Er verſtand es zu altern— eine Wiſſen⸗ ſchaft, die man tagtäglich zu erlernen ſuchen ſollte, und die man gar häufig bei Leuten vermißt, welche ſchon dem hundertſten Lebensjahre ſich nähern.
So hatte ſich denn ſein Leben nach und nach vereinſamt, und zwar eben ſo ſehr aus Gewohnheit als aus Liebhaberei. Jene elegante und reiche Welt, die er einſt gut genug gefunden, um von ihr die wenigen Genüſſe zu verlangen, womit er ſein Leben geſchmückt — jene oberflächliche Welt, wo nichts von Dauer war, genügte ihm nicht länger, ſobald ſein Leben einen wirklich ernſten Charakter anzunehmen anfing. Waren auch ſeine phyſiſchen Sympathien für dieſe Welt, ſo zogen ihn doch ſeine moraliſchen Sympa⸗ thien zu den untern Volksklaſſen hin. In ſeiner Jugendzeit hätte alſo Doctor Servans um keinen Preis eine Geliebte aus der arbeitenden Klaſſe ge⸗ wollt, weil er eine luftgewobene Liebe wollte und eine ſolche nur in Boudoirs von Atlaß und Seide zu finden war. Seine Lippen wollten ſanfte, weiche Hände, gleichwie ſein Herz ruhige, träge Ge⸗ fühle brauchte. Es lag ihm, wie wir wiſſen, wenig daran, ob man ihn liebte oder nicht; was er aber wollte, war, daß er ſich ſagen konnte, er werde in parfümirten Zimmern geliebt.
Er, der Mann der Geiſtesarbeit, gab keine Se⸗ kunde zu, daß man ſich auch nur einen Augenblick zu einem weiblichen Weſen hingezogen fühlen könne,
—


