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Doctor Servans : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Aus dem Franz. von Chr. Fr. Grieb
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digen Zurufen einer aufgeregten Nation und zum großen Staunen der aufmerkſamen Völker ſich mehr und mehr entwickelte. Servans, der Beobachter, der Arzt für Leib und Seele, hatte in dieſem ungeheuren Kataklysmus reichen Stoff zu ernſten Betrachtungen gefunden, und er hatte ſich feſt vorgenommen, alle menſchlichen Leidenſchaften mit einem Male zu ſtu⸗ diren, wenn einmal der Rieſe, der die Welt erfüllte, gefallen wäre und den Anatomen den Cadaver ſei⸗ nes Lebens überlaſſen würde. Gleich allen denen, die kein beſonderes Intereſſe an das Drama knüpfte, das ſich vor den Augen der Welt abſpielte, hatte Servans deſſen Ausgang vorausgeſehen; und als Bongparte ſich Napoleon I. nennen ließ, da ſchüttelte der Arzt den Kopf und verſchmähte es, ferner noch ſeine Blicke nach der Bühne hinzuwenden.

Ihm war das Drama nun aus, und theils aus Mitleid, theils aus Gleichgültigkeit ging er weg, noch ehe der erſte Act zu Ende war.

Es war zu Anfang dieſes an großen Männern und großen Dichtern ſo reichen Jahrhunderts, als Servans den Mann kennen lernte, der in unſerer Geſchichte den Namen Ivarius führt. Hatte der Arzt bisher die Ausbildung jenes großen Ehrgeizes verfolgt, den man Bonaparte nannte, ſo gewahrte er nun eine nicht minder merkwürdige Willenskraft, die den Namen Ivarius führte; nichts bot ſicherlich einen ſtärkeren Contraſt, nichts war intereſſanter zu ſtudiren, als dieſe beiden Menſchen, wovon der eine die Augen der ganzen Welt auf ſich heftete, und, um zu ſeinem Zwecke zu gelangen, Millionen Men⸗ ſchen hinſchlachten ließ, während der andere, der