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den Hals bricht, ſo iſt es mit der Welt aus. Schau' ſelbſt hin.“
In dieſem Augenblicke fing Leonie, nachdem ſie über die Barriere geſetzt hatte, wieder an, windſchnell dahin zu galoppiren. Dabei ſagte ſie bei ſich ſelbſt:
„Die Sache iſt wirklich nicht ſo leicht, als ich glaube.“
„Man muß aber auch ſagen, daß die Corinna famos läuft.“
„Ja, aber ſchau, wie ſie uns vorankommt. Man ſollte meinen, es gehe ihr Pferd mit ihr durch.“
„Dummer Kerl!’“
„Es iſt nicht anders möglich. Da jagt ſie ge⸗ rade auf die Schlucht zu: hält ſie nicht an, ſo iſt es unfehlbar um ſie geſchehen.“
„Ihr nach!“
Und es jagten die beiden Diener ihren Pferden heulend die Sporen in den Leib; denn die Gefahr, welche Leonie lief, war offenbar, war gräßlich.
„Gnädiges Fräulein, gnädiges Fräulein, halten Sie doch an!“
Aber Leonie hörte ſchon nichts mehr.
Am Rande der Schlucht angekommen, die etliche zwanzig Fuß tief ſein mochte, und deren Grund von gewaltigen Granitmaſſen eingenommen war, ließ ſie ihr Pferd über die Schranke ſetzen, welche die Schlucht von dem Wege trennte und jagte in den leeren Raum hinaus.
Dabei ſchrie ſie, wie wenn ſie unter dem Einfluſſe eines verhängnißvollen Rauſches ſich befunden hätte:
„Vorwärts, vorwärts!“
Einen Augenblick darauf lag ſie ſammt dem Pferde in dem Abgrunde.


