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Drei starke Männer : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Deutsch von Chr. Fr. Grieb
Entstehung
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was in der Welt vorging, die näheren Umſtände bezüglich der Erklärung Valery's und des Todes des Herrn de la Marche las.

Er erblaßte, als er dieſen Bericht zu Geſicht be⸗ kam, nahm das Blatt und ging damit in das Zim⸗ mer ſeiner Tochter hinauf.

„Da lies!“ ſprach er zu ihr, indem er ihr das Blatt hinbot und auf den Paragraphen hindeutete, den ſie leſen ſollte.

Leonie nahm das Blatt.

Es verzog ſich in ihrem Geſicht auch nicht ein Muskel.

„Schon recht, Vater!“ ſprach ſie.

Sofort entfernte ſich der Greis wieder und ſchloß ſich, ohne eine weitere Erklärung zu geben oder zu verlangen, kalt und ſtumm wie die perſonificirte Verzweiflung in ſeinem Zimmer ein.

Als Leonie wieder allein war, ſtand ſie auf, trat an ihren Spiegel hin und beſchaute ſich darin einige Augenblicke.

„Es iſt doch Schade!“ ſprach ſie, ſich zulächelnd, „ich war ſchön.“

Und in der That war ſie ſchön.

Es hatte ihre Schönheit jenes eigenthümliche Kalte, Impoſante, Energiſche, das man bei Sproſſen alter Familien wahrnimmt, und es verlieh ihren Zü⸗ gen der alte Adel, der in ihren Adern floß, jenen männlichen Stolz, welchen der Muth und die Kraft dem Menſchen zu verleihen pflegen.

Gegen Mitternacht legte ſich Leonie ſchlafen.

Im Laufe des Abends hatte ſie mehrmals Tritte gehört, welche ſich ihrem Zimmer näherten, an ihrer Thüre aber Halt machten.

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