Druckschrift 
Drei starke Männer : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Deutsch von Chr. Fr. Grieb
Entstehung
Einzelbild herunterladen

hr⸗ ken

aß eit

m⸗

in

er te

—

8 n

473

Marquis ein Gleiches that, das heißt, auf dem ſeini⸗ gen blieb.

Der alte Adelige war in einem Monate um zehn Jahre älter geworden. Man konnte leicht ſehen, daß ein großer Kummer an dieſem großen Stolze zehrte.

Was Leonien betrifft, ſo lebte ſie, wie ſie immer gelebt hatte.

Jeden Morgen ließ ſie ihr Pferd ſatteln und machte, von zwei Dienern gefolgt, in einem herrlichen, zu ihrem Gute gehörigen Gehölze Spazierritte, die zwei bis drei Stunden dauerten, während deren ſie ihr Pferd in geſtrecktem Galopp erhielt, und von denen ſie keuchend heimzukommen pflegte. Lag für ſie in dieſen tollen Ritten nur das Vergnügen, daß ein windſchnelles Pferd ſie entführte und daß ſie gegen eine Gefahr kämpfte?

In dieſem Jahre beſuchte der Marquis ſeinen Nachbar nur wenig, und ebenſo wenig war von den glanzvollen Feſtlichkeiten mehr etwas zu ſehen, welche ſonſt auf dem Schloſſe Statt gefunden hatten.

Im Uebrigen wollte Herr von Thonnerins nun dort ſeinen definitiven Wohnſitz aufſchlagen; ganz allein wollte er nach der Hochzeit ſeiner Tochter dort bleiben, die mit Herrn de la Marche auf den Ge⸗ ſandtſchaftspoſten abgehen ſollte, welchen ihr Vater im Voraus für ſeinen zukünftigen Schwiegerſohn, noch ehe er dieſen genannt, erhalten hatte.

Schon war die Zeit um, um welche Friedrich im Dauphiné erſcheinen ſollte, als Herr von Thon⸗ nerins eines Abends in einem der Blätter, die er hielt, und die ihm in ſeiner Einſamkeit berichteten,