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Gewiſſensbiſſen und Schrecken verfolgt, in jedem ehr⸗ lichen Manne einen Richter und Rächer zu erblicken glaubte.
„Ich, der Generaladvocat, trage darauf an, daß der Angeklagte, Robert, alsbald wieder in Freiheit geſetzt werde.“
Die Worte des Staatsanwalts begrüßte einſtim⸗ miger Beifall und allgemeines Freudengeſchrei.
Die Geſchworenen erhoben ſich und zogen ſich in ihre Berathungszimmer zurück.
Schon fünf Minuten darauf traten ſie wieder mit einem Wahrſpruch ein, wodurch der Angeklagte völlig frei geſprochen wurde.
Dreißigſtes Kapitel. Noblesse oblige, oder ächter Adel bewährt ſich durch die That.
Dieſer Proceß und die Erklärung, die in Folge deſſelben an das Tageslicht kam, riefen zu Nimes eine große Bewegung hervor. Man ſuchte die Eltern Raynals aufzufinden; allein ſie waren todt. Man brachte das Andenken des Unſchuldigen wieder zu Ehren; weiter aber konnte man nicht thun.
4 Herr von Thonnerins und Leonie hatten Paris verlaſſen. Sie waren auf ihr Gut im Dauphiné
gegangen. Dort angekommen, lebten Vater und Tochter ſo getrennt, als der Anſtand es immer zu⸗ ließ, das heißt, Fräulein von Thonnerins blieb unter dem Vorwande, als beſchäftige ſie ſich mit Muſik und Zeichnen, auf ihrem Zimmer, während der alte


