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Drei starke Männer : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Deutsch von Chr. Fr. Grieb
Entstehung
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„Möchten Sie mir wohl ſagen, Oheim, warum mein Vater und Sie mit einander uneins geworden?“

„So höre, lieber Johann. Es ſagt mir Oneſimus, Du könneſt Alles begreifen; ich will Dir darum nichts verheimlichen.

„Es ſind nun zweiundzwanzig Jahre, daß unſer Vater in Folge unglücklicher Geſchäfte gänzlich rui⸗ nirt ward. Bald darauf zeigte ſich aber meinem Bruder Oneſimus eine Gelegenheit, wenn auch nicht unſerem Vater das frühere Vermögen zurück⸗, ſo doch demſelben die Mittel an die Hand zu geben, ſich ein ſolches wieder zu erwerben. Dieſe Gelegen⸗ heit war ein reiches Mädchen, das mein Bruder heirathen konnte. Es hatte daſſelbe zweimalhundert⸗ tauſend Franken im Vermögen. Unglücklicher Weiſe war Oneſimus in eine Andere verliebt, und all' unſer guter Rath ſcheiterte an ſeiner Liebe. Er wollte nun einmal um jeden Preis die Geliebte ſeines Herzens heirathen, obgleich dieſelbe eben ſo wenig beſaß als er ſelbſt.

„Ich mußte unſerem Vater ſchwören, daß ich meinen Bruder nie wieder ſehen wolle, und dann jagte er dieſen aus dem Hauſe. Ich ſchwor zu thun, was mein Vater verlangte, trotzdem daß der Beruf, zu dem ich mich beſtimmte, mich hätte von einem ſolchen Schwure zurückhalten ſollen.

„In der That, ich ſtudirte ſchon damals, um Geiſtlicher zu werden, und ein Jahr nach Oneſimus' Heirath, die wir durch ein Schreiben erfuhren, worin er um die Einwilligung meines Vaters nachſuchte, war ich Prieſter.

„Mein Vater blieb bei mir, lebte noch ſechs Jahre