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glaubt, er habe meinem Vater etwas vorzuwerfen,“ ſprach Johann;„und da mein Oheim ein frommer Mann, ſo ſagte er lieber gar nichts, als daß er ſich über ſeinen Bruder beklagt hätte. Nicht wahr, ſo iſt es, Herr Oheim?“
„Welch' hübſcher Junge Du biſt! Ich kann Dir kaum ſagen, wie ſehr es mich freut, Dich zu ſehen! Komm', umarm' und küß mich noch ein Mal. Wie geht es Deinem Vater? was iſt aus ihm geworden? wo iſt er? was thut er? Antworte mir geſchwind auf alles das, Herzensjunge. Oh! es mußte mir heute noch etwas Glückliches begegnen, da mir ſeit heute Morgen Alles gelungen und nach Wunſch ge⸗ gangen iſt.“
„Leſen Sie immerhin dieſen Brief, lieber Oheim; es wird Ihnen derſelbe, ohne Zweifel wohl beſſer als ich ſelbſt, Alles ſagen, was Sie zu wiſſen wünſchen.“
„Ah! der Herr Pfarrer hatte einen Bruder,“ ſprach Antonette, ſich wieder an die Arbeit machend, den Kopf zurückwerfend und, über ihre Brille weg, aus einer gewiſſen Entfernung die Serviette anſe⸗ hend, die ſie eben flickte.
„Du haſt Recht,“ verſetzte Herr Raynal.
„Und den Brief, den er auf den Tiſch gelegt, wieder nehmend, las er mit lauter Stimme:
„Mein lieber Valentin!
„Mein Sohn Ichann iſt eben einundzwanzig geworden. Es iſt dieß die Zeit, auf die ich gewartet hatte, um ihn mit Dir bekannt zu machen; denn ich zählte auf ihn, um unſere Wiederausſöhnung zu be⸗


