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Diana von Lys : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Deutsch von Chr. Fr. Grieb
Entstehung
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ſo trübſelig ſah, wie ihr eigenes Herz. Es hatte der erſte Blick der Marquiſe der Stelle der Wand gegolten, worauf Maximilian die Worte geſchrieben, welche ſie ſeit einem Jahre zu einer ſo unglücklichen Frau gemacht hatten. Die Worte ſtanden immer noch dort, und lange blieb Diana's Blick auf dieſel⸗ ben geheftet, was Papa Fremy nicht entging, indem er an die Wand hinging, die bekannten Zeilen mit ſeiner Schürze wegwiſchte und dabei ſprach:

Jetzt muß ich aber doch alle dieſe Dinge ent⸗ fernen, da ſie unnütz geworden.

Wer weiß, ſprach Frau von Lys bei ſich ſelbſt, als ſie den Pförtner die verſchiedenen Schreibereien an den Wänden auslöſchen ſah,wer weiß, wie ganz anders mein Leben ſich geſtaltet hätte, wenn es dieſem Manne eingefallen wäre, die paar Zeilen an dem Tage, nachdem ſie geſchrieben worden, weg⸗ zuwiſchen, anſtatt bis heute damit zu warten? Nun iſt Alles aus, für immer aus; es wird ein anderer Miethmann das Atelier bewohnen, und keine Spur wird mehr übrig ſein von meinem Fehltritte und meinem Glücke. Nur die Gewiſſensbiſſe wegen des erſten und die Erinnerung an das andere werden mein Leben bis an deſſen Ende erfüllen.

Es gab die Marquiſe Papa Fremy ihre Börſe. Der gute Pförtner aber konnte ſolche Freigebigkeit gar nicht begreifen und machte ſeine Bücklinge wohl noch zehn Minuten, als Diana das Haus ſchon ver⸗ laſſen hatte.

Es waren etwa zwei Jahre verfloſſen, ſeit Diana von ihren Reiſen zurückgekommen war, und es hatte

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