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Es lag in meinem erſten Briefe ein Unglück. In meinem zweiten liegt nur ein Kummer.“
Noch an demſelben Abend war Diana abgereist: unter welchen Eindrücken, brauchen wir nicht erſt zu ſagen. Ein Jahr lang reiste ſie mit ihrem Gatten; ſie ſah Rom, Neapel, Venedig; anſtatt aber ſich zu verändern, nahm die Traurigkeit, die ſie von Paris mitgenommen, fortwährend zu. Sie glaubte dieſelbe nicht anders bannen zu können, als indem ſie zurück⸗ käme. Dieß that ſie denn auch.
Kaum war ſie wieder in der Hauptſtadt ange⸗ langt, als ſie die Märtyrerſtraße aufſuchte, ohne recht zu wiſſen, was ſie dort thun wollte. Vor Pauls Hauſe angekommen, mußte ſie einige Augenblicke ſtehen bleiben: ſo heftig pochte ihr Herz. Endlich aber ging ſie doch hinein.
Papa Fremy war immer noch Pförtner.
„Iſt Herr Paul Aubry zu Hauſe?“ fragte ſie den guten Alten, ohne daß dieſer ſie erkannte.
„Herr Paul Aubry wohnt nicht mehr bei uns, Madame,“ ward ihr geantwortet.
„Was iſt aus ihm geworden?“ ſetzte Diana un⸗ ruhig hinzu.
„Er iſt auf einige Zeit zu ſeiner kranken Mutter nach Tours gegangen. Es ſind nun zwei Tage, daß er fort iſt.“
„Dann ſteht ſein Atelier leer?“
„Ja, Madame.“
„Zeigen Sie mir es!“
Diana ſchritt durch den Garten hin, der ihr ſo wohl bekannt war, und es that ihr in der innerſten Seele weh, als ſie Pauls Wohnung ſo leer, ſo öde,
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