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Marquiſe gemachten Beſuche ſich erinnernd und den Schritt hinzudenkend, den ſie in der eben verfloſſenen Nacht gethan:
„Es liebt mich dieſe Frau; deſſen bin ich nun gewiß. Warum ſollte ich nicht auch ſie lieben?“
Dann nahm er, einer erſten Regung ſeines Her⸗ zens zu gehorchen glaubend,— ein Umſtand, der beweiſen dürfte, daß dieſes Herz in einer Minute ſich zwei Mal täuſchen kann— einen Bogen Papier und ſchrieb das Wort: Ja darauf.
Nachdem dieß geſchehen war, ſtand er auf und ſchickte ſich an, den Brief ſelbſt an ſeine Adreſſe zu befördern.
Und nun ſehe man, wovon die wichtigſten Dinge des Lebens abhangen können! Paul brauchte nur noch den eben geſchriebenen Brief zu ſiegeln. Er nahm auf ſeinem Tiſche ein Zündhölzchen und ging an die Wand hin, um es daran zu reiben. Es wollte der Zufall aber, daß dieß gerade an der Stelle ge⸗ ſchah, wo Maximilian einige Monate vorher nach⸗ ſtehende Worte hingeſchrieben hatte, die unausgelöſcht geblieben waren:
„Heute, den 15. September 1845, elf Uhr Abends, haben zwei dankbare Glückliche auf das Wohl ihres Wirthes getrunken.“
Bei der Erinnerung, welche dieſes Datum her⸗ vorrief, hielt Paul inne. Er gedachte der Worte Diana's:„Ich verlange weder Mitleid noch Eigen⸗ liebe.“ Dann irrten ſeine Augen einige Zeit von der Wand und den angeführten Zeilen auf den Brief, den er in der Hand hielt, und der zwar nur ein einziges Wort enthielt, aber ein Wort, das ſeine


