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Es fingen die Abendgeſellſchaften und die Bälle an. Frau von Lys empfing jeden Mittwoch. Sie ließ auch dem Maler ein Einladungsſchreiben zu⸗ gehen; derſelbe gab aber immer nur ſeine Karte ab und erſchien beharrlich nicht. Es geſtaltete ſich dem⸗ nach die Sache zu einem wahren Kampfe.
In den Augen der Marquiſe verrieth Aubry's Benehmen mehr denn Gleichgültigkeit: es verrieth Geringſchätzung.
„Ich will, daß er mich liebe, und ſei es auch bir eine Stunde lang!“ ſprach ſie endlich bei ſich ſelbſt.
So weit waren die Sachen gediehen, als die Bälle der großen Oper wieder anfingen und Paul nachſtehendes Billet bekam:
„Finden Sie ſich heute, den 10. Januar, auf dem Ball der großen Oper, zwiſchen zwölf und ein Uhr, ein. Gehen Sie im Gange der zweiten Ga⸗ lerie auf und ab: es wird Sie dort Jemand ſuchen, den Sie vielleicht froh ſein werden, wieder zu ſehen.“
Um ein Uhr redete eine Dame in einem Do⸗ mino von ſchwarzem Atlaß und mit einer Maske, woran Sammtbänder waren, Paul an dem bezeich⸗ neten Orte an; er ſelbſt ſprach mit ihr in jener vertraulichen Weiſe, welche die ganze Originalität ſolcher Reunionen ausmacht und eine Frau von Stand noch beſſer maskirt, als alle Capuzen und Masken.
„Du biſt pünktlich,“ ſprach alſo die maskirte Dame mit zitternder und unkenntlicher Stimme.
Paul ſuchte das dreifache Myſterium der Maske,


