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Geſchehene vergeſſen möchte. Sodann fing er wieder an, vom Morgen bis an den Abend zu arbeiten. Was Diana betrifft, ſo ſpielte ſie nicht mehr mit ihren Gefühlen, denn ſie war nun nicht länger auf dem Punkte, ſich erſt zu fragen, ob ſie Paul liebe. Alle Gefühle, welche einem Weibe als Rath⸗ geber zur Seite ſtehen, hatten ſich vereinigt, um der Marquiſe zu rathen, daß ſie Aubry lieben ſollte, und es war bei ihr die Liebe zu einer wahren Leiden⸗ ſchaft geworden, einer Leidenſchaft, welche noch ge⸗ ſteigert wurde durch die Beharrlichkeit, womit Paul ſie nicht begreifen zu wollen ſchien, ſowie durch die Beweiſe von Biederkeit, die er tagtäglich lieferte. Diana ſah ein, daß ſie in einem ſo bangen Zu⸗ ſtande entſchieden nicht länger leben könne, ſowie daß dieſe ihre Liebe, wenn ſie ſie nicht heftig be⸗ kämpfte, ſie noch zu irgend einem Acte der Thorheit treiben würde. Sie reiste alſo ab, um ſich mit dem Marquis wieder zu vereinigen, hinterließ jedoch, daß man den Namen aller Perſonen aufzeichnen ſollte, welche während ihrer Abweſenheit nach ihr fragten. Durch die Langweile eine Leidenſchaft bekämpfen wollen, heißt ein gar ſchlechtes Mittel wählen, um den Sieg über dieſelbe davon zu tragen. Schon nach vierzehn Tagen kam die Marquiſe mit Herrn von Lys wieder zurück. Noch vierzehn Tage, und ſie wäre in dem großen, im Berri gelegenen Schloſſe geſtorben, das den Marquis mit einem Mal die Luſt angekommen war, wiederherſtellen zu laſſen. Diana durchlief die Liſte der Perſonen, die un⸗ terdeſſen ſie hatten beſuchen wollen. Sie fand dar⸗ unter aber Pauls Namen nicht.
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