„Und welches Intereſſe hatten Sie, Madame,
mich glauben zu laſſen, daß der Ring Frau Delaunay gehöre?“ d
„Ich dachte eben, daß Sie mich nicht mehr im d Verdachte hätten, ſobald Sie das glaubten.“ m
„Warum aber lag Ihnen ſo viel daran, Ma⸗ dame, die Feldergemälde durch mich machen zu d laſſen?“ S
Und nun war es an Paul, die Augen brennend 5
auf die Marquiſe zu heften.
„Weil,“ antwortete Diana, die trotz ihrer Ge⸗ d müthserregung ihr Herz nicht ganz auſſchließen 1 wollte,„weil ich wußte,— zürnen Sie mir nicht wegen deſſen, was ich jetzt ſage,— daß Arbeit Ih⸗ d nen erwünſcht ſein müßte.“ 3
Paul erröthete bei dieſem Worte, das er kaum* erwartet hatte. p
„Es war alſo, Madame, ganz ſo, wie ich gedacht, he das heißt, Sie wollten mir meine Gaſtfreundſchaft 6 bezahlen?“
„Nein,“ beeilte ſich die Marquiſe zu ſagen; fe „Sie irren ſich, mein Herr: es war nicht das.“
„Was war es dann?“ im
„Die Sympathie, die ich für Sie fühlte, gepaart da mit dem Wunſche, daß Sie mich zu Ihrer Freundin machen möchten. Ich weiß, daß Sie ein edles Herz de haben, und es lag mir an Ihrer Achtung, wie an wi Ihrer Freundſchaft.“ ſie
Hierauf ließ ſich natürlich Nichts antworten. Ein ver ſcharfſichtigerer oder eitlerer Menſch, als Paul, hätte V ſor
ſogar den Gedanken der Marquiſe errathen, der unter den Worten dieſer Phraſe verborgen lag.


