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ſie zu würdigen wiſſen wird, da ſie gut, wenn auch ein bischen närriſch iſt.“
Sie ſchrieb alſo an die Marquiſe, und wie man ſogleich ſehen wird, war ihr Brief ſo, wie er ſein ſollte.
„Liebe Diana!“ ſagte ſie,„faſt hätteſt Du, ohne es zu wollen, viel Unheil angerichtet mit dem Ringe, den ich, vor Herrn Aubry, von Dir zurückverlangen mußte. Ich habe es gethan, ohne die Sache zu verſtehen, und ſelbſt noch jetzt verſtehe ich ſie nicht, trotz des Briefes, den ich eben erhalten, und den ich beiſchließe. So viel iſt gewiß, daß Herr Delaunay, dem der Brief in dem Augenblicke, wo er ankam, in die Hände fiel, mich, wenn auch nur kurze Zeit, beargwohnen konnte. Du weißt, liebe Diana, wie ſehr ich Dich liebe, denn ich weiß, wie gut Dein Herz iſt; aber ich darf nicht vergeſſen, daß ich einen Mann habe, den ich glücklich machen, und dem ich zuweilen alles Andere, was mir lieb und theuer ſein kann, opfern muß. Du wirſt mir daher nicht böſe ſein, wenn Du mich von nun an nicht mehr ſo oft ſiehſt, wie bisher.
„Meine herzlichſten Küſſe.“
Marcelline fügte noch ihren Namen bei und ſchickte den Brief, welchem ſie noch den Pauls bei⸗ legte, der Marquiſe. Dieſe begriff alsbald die üblen Folgen, welche ihre Unbeſonnenheit hätte haben kön⸗ nen und ſchrieb in einem plötzlichen Anfluge von Reue und mit derſelben Unbeſonnenheit, welche ein Grundzug ihres Charakters war, an Paul, ihn bit⸗ tend, daß er ſie, ſobald er wieder nach Paris zu⸗


