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Diana von Lys : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Deutsch von Chr. Fr. Grieb
Entstehung
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vor acht Tagen abgereist iſt, in Herrn Paul Aubry verliebt.

Das iſt unmöglich.

Herr Paul Aubry wird den von ihm gefunde⸗ nen Ring am Finger der Marquiſe geſehen, und, da⸗ mit ihr neuer Liebhaber ihr Nichts vorzuwerfen habe, wird ſie Dir das Abenteuer aufgebürdet haben. Du wirſt, eben als Herr Paul dort war, gekommen ſein, und um ihn noch mehr zu überzeugen, wird ſie Dich haben ſagen laſſen, was Du geſagt.

Warum ſchreibt dann aber Herr Paul an mich? fragte Marcelline treuherzig.

Weil, verſetzte Herr Delaunay,die Marquiſe vielleicht in ihn, er aber in Dich verliebt iſt. Für jetzt haben wir noch Nichts, als Unklugheiten zu be⸗ dauern; ſpäter aber könnte Dein Ruf unter dieſer Berührung leiden. Mag Deine edelgeborne und ſchöne Freundin ſich ſo viele Excentricitäten zu Schulden kommen laſſen, als ſie immer will, miſch' nur Du Dich nicht mehr darein!

Marcelline küßte ihren Mann mit den Worten:

Sei ganz ruhig!

Und nun, ſprach der Letztere, indem er nach ſeinem Hute griff,gehe ich, denn, wie Du weißt, ſo ſollte ich heute ſchon früh ausgehen.

Herr Delaunay ging aus, ſeiner Frau eben ſo gewiß, als er vor einer Stunde, als er ſtets es geweſen.

Als Marcelline allein war, ſprach ſie bei ſich ſelbſt:

Ich kann mit Diana nicht brechen, ohne ihr die Gründe dieſes Bruchs anzugeben, Gründe, die