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hin. Wir glauben das Staunen des Letzteren nicht erſt ſchildern zu müſſen, als er dieſen Brief geleſen. Er ſah ſeine Frau an, die ganz ruhig ſich wieder an ihre Straminſtickerei gemacht hatte.
„Wer iſt der Herr Maximilian?“ fragte er.
„Es iſt der junge Mann, der an Diana zu ſchreiben pflegte. Iſt in dem Briefe von ihm die Rede?“
„Da lies Du ſelbſt!“ verſetzte Herr Delaunay, das Papier ſeiner Frau überreichend.
Dieſe ſchlug die Augen auf und ſah, wie ihr Mann marmorweiß war.
„Was iſt Dir denn?“ ſagte ſie zu ihm.
„Ohl Nichts. Lies aber ſelbſt!“
Und Marcelline nahm den Brief und las.
„Was ſoll das heißen?“ rief ſie plötzlich mit Thränen der Scham in den Augen.„Die vermale⸗ deite, die unverſchämte Epiſtel!“
„Du ſchwörſt mir,“ ſprach Herr Delaunay weiter, „daß Du dieſem jungen Manne lediglich keinen An⸗ laß gegeben, alſo an Dich zu ſchreiben?“
„Ich ſchwöre es, mein Freund.“
„Was iſt denn das für ein Ring, wovon er in ſeinem Briefe ſpricht?“
„Diana iſt auch daran Schuld.“
„Was hatte ich Dir geſagt! Hatte ich Dir nicht prophezeit, daß Du noch Deine allzu große Gefällig⸗ keit zu bereuen haben würdeſt?“
„Es wußte aber Diana offenbar nicht, was ſie that.“
„Was hat ſie gethan? Sag' mir es doch!“
Und es erzählte nun Marcelline ihrem Manne,


