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Paris, und zwar ſo ruhig und ſtill, als ob er ein ganz einfacher Geſchäftsbrief geweſen wäre, und als ob nicht zwiſchen deſſen vier Falten die Ehre und der Frieden einer Frau geſteckt hätten. Zwei Tage darauf trat der Briefträger in ein Haus der Vaugirardſtraße, welches mit Numero 3 bezeich⸗ net war.
„Ein Brief von Tours, an Frau Delaunay,— acht Sous,“ ſprach er.
Gerade in dieſem Augenblicke kam Herr Delaunay die Treppe herab. Er nahm den Brief, den man für ſeine Frau gebracht.
„Ein Brief von Tours!“ ſprach er, Poſtzeichen und Couvert betrachtend.„Wen, zum Henker, ken⸗ nen wir zu Tours?“
Und wieder die Treppe hinaufgehend, trat er in das Zimmer ſeiner Frau.
„Schau“,“ ſagte er zu ihr,„da iſt ein Brief an Dich.“
Marcelline nahm den Brief und ſchaute ihn einige Augenblicke an.
„Du kennſt alſo zu Tours Jemand?“ fragte der Gatte, zwar ohne alles Mißtrauen, aber doch mit einem Gefühle ganz natürlicher Neugierde.
„Lediglich Niemand,“ antwortete Marcelline, den Brief entſiegelnd,„es iſt mir ſogar die Handſchrift unbekannt.“
Und alsbald ſah ſie nach der Unterſchrift.
„Ei, ſieh doch! er iſt von Herrn Paul Aubry, der mich gemalt hat. Was mag er wohl uns zu ſagen haben? Lies doch!“
Marcelline reichte Herrn Delaunay das Papier


