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hätte wiſſen mögen. Jenen Ring haben Sie in mei⸗ ner Wohnung liegen laſſen; Tags darauf haben Sie Marimilian zu mir geſchickt, um ihn zu holen. Ohne Zweifel haben Sie dieſe ſo kleine Sache ſchon längſt vergeſſen; aber als ich ſo hörte, wie Sie den Ring zuruͤckverlangten, und als ich ſo in Ihnen die Per⸗ ſon erkannte, welche Maximilian in meiner Wohnung zu empfangen pflegte, da fühlte ich mich recht un⸗ glücklich.
„Warum haben Sie doch geliebt und ich es er⸗ fahren? Warum hat Gott es zugegeben, daß ich Ihrer Liebſchaft förderlich war, und warum hat er mich darum wiſſen laſſen, nur um mich zum Opfer zu machen?
„Hätte ich, als ich Sie zum erſten Male ſah, gewußt, wer Sie waren, ſo hätte ich mein Herz nicht den Weg verfolgen laſſen, der es zu Ihnen hinzog; ich hätte Sie nicht geliebt, denn ich würde in Ihnen nur eine gewöhnliche Frau erblickt haben, während ich Sie nun liebe und das unglücklichſte der Geſchöpfe bin, die in dieſem Augenblick leiden. Was will ich mit dieſem Briefe? ich weiß es ſelbſt nicht. Wozu dieſes mit Vorwürfen untermiſchte Geſtändniß? ich weiß es nicht. Nur geht daraus hervor, Madame, daß ich unendlich leiden muß, da ich ſo an Sie ſchreibe.
„Ohl wenn Sie es wüßten! Ich habe Paris verlaſſen, ich habe mein Zimmer geflohen, wo ich unaufhörlich die Spuren Ihrer Liebe zu einem An⸗ dern fand. Ich weiß weder was ich will, noch was ich thue, indem ich an Sie ſchreibe. Nur glaube ich, daß ich mich vielleicht unendlich glücklich ſchätzen


