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Diana von Lys : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Deutsch von Chr. Fr. Grieb
Entstehung
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mit einem Male das Bedürfniß, nach Paris zurück⸗ zukehren, ſowie ein brennendes Verlangen, Marcel⸗ line wieder zu ſehen, was immer daraus entſtehen möchte. Sodann fragte er ſich muthlos, was es ihm nützen würde, daß er dieſe Frau wieder ſähe; und doch mußte er um jeden Preis mit ihr in irgend einer Weiſe wieder in Verbindung kommen. Kurz, ohne je dieſer Frau geſagt zu haben, daß er ſie liebe, konnte er dem Verlangen nicht widerſtehen, ihr Vor⸗ würfe darüber zu machen, daß ſie einen Andern ge⸗ liebt, wie wenn er ein Recht gehabt hätte, ſie über ihre Aufführung zur Rechenſchaft zu ziehen.

Man ſieht leicht, daß das Herz des jungen Man⸗ nes zu voll war, als daß es nicht hätte ſuchen ſollen, ſich auszuſchütten. Ganz mechaniſch zog er ſo einen Bogen Papier zu ſich her, und während der Regen an ſeine Fenſterſcheiben ſchlug, ſein Kopf auf die linke Hand geſtützt und von der Wucht jener unbe⸗ ſtimmten Traurigkeit niedergedrückt war, deren die Seele ſich um jeden Preis zu entledigen ſucht, fing er beim Schein einer Lampe zu ſchreiben an:

Madame!

Verzeihen Sie mir, daß ich ſo an Sie zu ſchrei⸗ ben wage; aber ich leide, und es ſcheint mir, ich werde einige Erleichterung finden, wenn ich mich bei Ihnen über Sie ſelbſt beklagen darf.

Nenlich haben Sie in meiner Gegenwart von der Marquiſe von Lys einen Ring zurückverlangt, den Sie ihr geliehen hatten. Jenes Wort, das Sie ausſprachen, ohne den Einfluß zu ahnen, den es auf mich haben mußte, hat mir ein Myſterium geoffen⸗ bart, das ich noch nicht kannte und um das ich nie