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Diana von Lys : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Deutsch von Chr. Fr. Grieb
Entstehung
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ſie dem jungen Baron von Ternon Erlaubniß ge⸗ geben, ihr ſchriftlich den Hof zu machen.

War dieß das erſte Mal, daß Frau Delaunay mit einer ſolchen Mitſchuld ſich belaſtete? Ja, und noch weiter können wir die Verſicherung geben, daß die Marquiſe ſolchen Dienſt noch nie von einer an⸗ dern Perſon verlangt, ſowie daß Maximilian der erſte Mann war, der ihr in dieſer Richtung ſchrei⸗ ben durfte.

Es war alſo die Marquiſe noch recht jung? werden die Skeptiker ſagen.

Die Marquiſe war achtundzwanzig Jahre alt, ſchön, reich, eine Brünette, gänzlich unbeſchäftigt, und verheirathet. Ihr Vermögen hatte ſie von ihrem Vater ererbt; an ihrem müſſigen Leben aber war ihr Vermögen, an ihrer Langweile endlich ihre Heirath Schuld. Es hatte die Marquiſe alle Ge⸗ nüſſe des Luxus, alle Zerſtreuungen der Welt, alle Freuden und Vergnügungen gehabt, die ſich mit Geld kaufen laſſen. Zwar hatten ihr ſchon viele Männer den Hof gemacht, da ihr Gatte ziemlich gleichgültig gegen ſie zu ſein ſchien; und ferner beſaß ſie Augen und Haare, die mit der ganzen Energie ihrer Farbe gegen eine ſolche Gleichgültigkeit zu proteſtiren ſchie⸗ nen; aber, wir wiederholen es nochmals, es hatte die Marquiſe, ſei es Trägheit des Herzens, ſei es phyſiſche Trägheit, bis dahin keinen Liebesanträgen Gehör geſchenkt, von wem dieſelben immer aus⸗ gegangen ſein mochten.

Woher kam es aber dann, daß ſie endlich Maxi⸗ milian angehört hatte?

War Maximilian vielleicht ein außergewöhnlicher