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Diana von Lys : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Deutsch von Chr. Fr. Grieb
Entstehung
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Was will er? Denn er verlangt gewiß Etwas?

Er bittet mich um eine Unterredung unter vier Augen.

Und Du willſt ihm ſeine Bitte gewähren?

Ich langweile mich ſo gräßlich.

Bedenk' aber, daß das ein folgeſchwerer Fehl⸗ tritt wäre.

Ach! liebe Freundin, wir Frauen können es uns wohl geſtehen, daß das, was die Welt einen Fehltritt nennt, keineswegs die Wichtigkeit hat, die man der Sache beimißt. Wäre ich von meinem Manne ſo geliebt, wie Du von dem Deinigen, ſo würde ich einen Fehltritt begehen, wenn ich thäte, was ich thue; aber es liebt mich mein Mann nicht. Es hat derſelbe mein Vermögen aufgezehrt und dabei zugleich ſein Herz abgenützt. Er hat mich geheirathet, weil ich zwei Millionen mitbrachte; mein Vater aber hat mich ihm gegeben, weil er einen ſchönen Namen hatte. Mit der Regelmäßigkeit eines Chronometers folgen bei mir die Tage auf einander. Ich habe Alles, wornach Andere ſich ſehnen, und doch plagt mich immer eine tödtliche Langweile. Bin ich recht viele Jahre ſpazieren gefahren, auf den Ball und in's italieniſche Theater gegangen, ſo werde ich alt, ſo wird meine Stirn mit Runzeln bedeckt, ſo werden meine Haare grau ſein; und in den Augen der Welt werde ich dann tugendhaft geweſen ſein, in meinen eigenen Augen aber nur aus Liebe zum Putz oder aus Vergeßlichkeit. Werde ich dann es nicht be⸗ dauern, daß ich mir die Emotionen nicht gegönnt, die ich mir hätte verſchaffen können, und die dann auf immer für mich verloren ſein werden? Ich bin