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„Du liebſt alſo Deinen Mann, Marcelline?“
„Ja, und Du?“
„Auch ich liebe den meinigen,“ antwortete die Marquiſe in einem Tone, wie wenn ſie geſagt hätte: „Eil! es regnet.“
„Wohlan! Ich bringe Dir einen Brief.“
„Gib her!“
Es ſtand einige Augenblicke an, bevor die Mar⸗ quiſe ſich entſchloß, das Papier aufzumachen.
„Weißt Du auch, daß der kleine Maximilian von recht alter Familie iſt?“ ſprach ſie, das Siegel faſt eben ſo gleichgültig erbrechend, wie wenn es gegolten hätte, die Rechnung einer Kleidermacherin oder einer Modehändlerin anzuſehen.„Kennſt Du ihn?“
„Nein.“
„Er iſt ein allerliebſter Burſche.“
„Was thut er?“
„Er macht mir den Hof.“
„Seit langer Zeit?“
„Seit einem Jahre.“
Und die Marquiſe durchlief den Brief, den Mar⸗ celline ihr ſo eben zugeſtellt.
Unterdeſſen hatte Marcelline Diana's Buch ge⸗ nommen und blätterte darin.
„Er iſt traurig, er iſt unglücklich,“ ſprach die Marquiſe.
„Warum?“
„Weil ich ſeinen erſten Brief nicht beantwortet habe.“
„Und haſt Du im Sinne, dieſen zu beant⸗ worten?“
„Ich muß wohl.“
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