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ten Weſen gehört. Als er ſie in Tempelheide zuerſt begrüßte und von ihr mit der Geringſchätzung, die er vorausſetzen konnte, behandelt wurde, erſchrak er, ſie in einem Grade abſtoßend zu finden, der ihn gleich zu der Bemerkung veranlaßte: Das hat ſich gut ge⸗ troffen! Ein Weſen dieſer Art mußte in eine Anſtalt kommen, wo man wilde Thiere bändigt!... Er begriff nicht, wie von dieſem Mädchen jene Briefe hatten herrühren können, die ihn ſo feſſelten. Er hatte noch auf der Reiſe nach dem Tempelſtein zu Siegbert ge⸗ ſagt: Wildungen, wir führen zuſammen einen pſy—
chologiſchen Konflikt auf, an dem mir nur ſtörend iſt,
daß er zu ſehr an die Gefühlswelt des achtzehnten Jahrhunderts erinnert! Sie wiſſen, ich halt' es mit dem neunzehnten und erlebe auch noch die zeitgemäße Ummodelung, daß Sie von Olga vergeſſen werden oder daß Sie ſie ſelbſt vergeſſen!... Nun aber Olga wirklich ſehend, fand er es auch unmöglich, daß ſie noch Siegberten feſſeln würde. Er ſchrieb ihm nach 3 Antwerpen, er wiſſe nicht, was er von dieſem erſtarr⸗ ten Zuſtande denken ſollte. Er hätte ein Leben voll Beweglichkeit, Geiſt, Phantaſie, auch manche Thor⸗
heit erwartet und fände nun ein todtes, kaltes Mar⸗
morbild! Dyſtra konnte die Geduld, die Anna von 4 2*


