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Harder hier entfaltete, nicht genug rühmen. Und doch zeigte er dieſelbe Geduld, ohne ſein Verdienſt zu wiſſen. Er fuhr alle drei, vier Tage nach Tempelheide, brachte immer etwas Anregendes, etwas Ueberraſchendes mit und begnügte ſich, nach Olga zu fragen. Sie ſelbſt ſah ihn nicht. Wie ſie nur des kleinen, aber elegant ſich haltenden, mit Grazie ſich bewegenden Mannes an⸗ ſichtig wurde, entfernte ſie ſich, was Dyſtra immer auf Rechnung ſeiner Mohren ſchrieb. War es Liebe, war es Pietät für ſeinen verſtorbenen Freund, den Fürſten Wäſämskoi, war es der Reiz ein Räthſel zu löſen, er konnte ſich der Hoffnung, in Olga wieder einen Lebensfunken geweckt zu ſehen, nicht erwehren, ſo ſehr er auch zugeſtehen mußte, daß eine Heirath mit einer ſo eigenthümlichen Organiſation ein Opfer war, für das man nicht Dank, ſondern Spott ernten mußte. Drommeldey, der vielgeſuchte, Alles begut⸗ achtende Arzt der Mode, hatte geſagt: Bei dieſer Krankheit heißt es: Ge m'est que le premier pas, qui coute! Dies Mädchen muß heirathen, dann wird ſich das Uebrige finden. 4
Starr wie jene Brunhild der Sage, die Jedem, der ſie freien wollte, einen Ringkampf anbot und die Männer an dem Gürtel aufhenkte, den ſie ihr löſen wollten, ſaß Olga neben der zutraulichen, durch ſie


