Teil eines Werkes 
9. Bd. (1852)
Entstehung
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und reiben ſich mit den Köpfen, ſelbſt wenn ſie vor den Häuſern der Reichen bis tief in die Nacht frieren müſſen und eigentlich ungeduldig und zornig über uns ſein ſollten. Nein ſieh, ſieh, Olga! Sieh den Kra⸗ nich! Jetzt wirft er ein Hölzchen empor und duckt ſich unter ihm weg, daß es ihn im Fallen nicht trifft! Du närriſcher Patron du!

Olga Wäſämskoi war es, die eben mit der ſo freundlich ihr zuredenden und wie wir wol bemerken werden, mit Abſicht ſie erheiternden Anna von Har⸗ der auf den kleinen Raſenhügel ſtieg, wo jenes Schirm⸗

dach ſtand, unter welchem man im heißen Sommer

einigen Schutz vor den Sonnenſtrahlen fand. Olga hatte ſich zur vollkommnen Jungfrau entwickelt. Zwar nur klein waren alle ihre Formen geblieben, doch zeugten ſie von vollendeter Reife; der Bau ihrer Schultern war kraftvoll, der Nacken ſicher, das Ant⸗ litz von einer Beſtimmtheit, die leider, um noch kind lich erſcheinen zu können, zu ſehr vom auffallendſten Ernſte beherrſcht war. Die Haut zart, von jenem braungelben Schimmer, wie das Inkarnat des Sü⸗ dens. Die Augen noch ſchwärzer beſchattet als im

vorigen Jahre. Die Hüften wölbten ſich im ſchwar⸗

zen, ſehr langen Atlaskleide, in der Sonne glänzend, von der nicht ſehr engen Taille ab. Sie bot das