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Ja! Ja! Ich kenne den Zauber dieſer ſtillen Warte, ſagte ſie zu dem jungen Mädchen. Wie gern hab' ich auch ſonſt ſtundenlang hier geweilt und bei'm Erwachen der Abendwinde, die meiſt mit dem Unter⸗ gang der Sonne eine Weile lebendiger wehen, bis gleichſam die Sterne Kraft gewinnen und wieder Ruhe auf der Erde gebieten, wie oft hab' ich da den Tö⸗ nen gelauſcht, in denen die Luft hier zu uns ſpricht! Ich wußte freilich, es iſt das Alles nur künſtlich her⸗ vorgerufen, es kommt nicht von ſelbſt, eine menſchliche Vorrichtung eroberte ſich dieſen Gruß der Winde. Und doch iſt der Ton als ſolcher ſo ſelbſtändig, als Gewordenes doch ſo ein Ureignes, ſo ein von Men— ſchenhänden gar nicht zu ſchaffendes Geſchaffenes. Wir können das Licht abſperren, ab- und zulaſſen, anzünden, auslöſchen, aber wir können das Licht ſelbſt nicht machen. Kein Seifenſieder, kein Kerzenzieher erſchafft das Licht. Auch den Ton macht kein In⸗ ſtrumentenmacher. Man erobert ihn nur, man fängt ihn ein, man läßt ihn hinaus, man gewinnt ihn ſich und Andern.
Das blaſſe junge Mädchen hörte und ſchwieg. Der Vogel, ein Kranich war's, ſprang voraus mit ſeinen wunderlich tanzenden Sprüngen.
Ach, ſagte Anna, des Mädchens träumeriſche Em⸗


