Teil eines Werkes 
9. Bd. (1852)
Entstehung
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Jahren nicht gethan hat und was uns Glück bedeu⸗ ten muß. Komm! Unſer ſtelzfüßiger Lakai wartet

draußen. Wollen wir Solitüde beſuchen? Wollen

wir anſpannen laſſen und einmal an die Terraſſe fah⸗ ren, die du ſo liebſt? An den Teich, wo man Schwäne füttert, die wir leider nicht halten können, wär' es auch nur, um zu ſehen, was wol an dem Schwa⸗ nengeſang vor'm Sterben Wahres iſt! Ach, ich Ab⸗ ſcheuliche! Ich wünſche doch immer auch noch Thie⸗ ren den Tod, um Experimente zu machen! Wenn Das Großpapa hörte! Er hielte mir gleich eine Vor⸗ leſung über das Naturrecht! Komm! Komm! Wenn du geſprächig wirſt, wie ich, die ich heute wie unſre Elſtern plaudere, ſo erzähl' ich dir auch, was mir den heutigen Tag ſo ganz beſonders lieb und werth macht.

Das junge Mädchen ſtand ſchweigend auf. Sie drückte der guten Anna, die ſo viel Worte ſeit Jahren nicht in einer einzigen Rede verbunden hatte, mit ei⸗ ner gewiſſen Feierlichkeit wieder die Hand und ging dann, an ihren Arm ſich hängend, die ſteinernen Stufen hinab, begleitet von dem Nachruf eines Al⸗ kords aus den Lüften...

Anna von Harder wandte ſich und ſah zu den Schallöffnungen, die den Wind zum Muſiker machen, noch einmal ſtehenbleibend empor...