Teil eines Werkes 
8. Bd. (1851)
Entstehung
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ten Alle und ſegnet den milden Geber, zu dem ein Kamerad tritt, ihm die Augen zu verbinden...

Noch ein Blick! Der letzte! Dort an jenem Fen⸗ ſter hoch über den Kaſematten ſteht ein Mann mit wehmüthigem Auge. Hinter Eiſenſtäben winkt er mit ſeinem Tuche. Ach, es iſt kein Tuch der Gnade! Er ſelbſt iſt ja gefangen... Der Jüngling weiß es wohl. Die Liebe zu ihm gibt ihm ja den Tod.

Er kniet nieder. Acht Schüſſe ſtrecken ihn zu Bo⸗ den. Er hat ausgelebt. Den ohnmächtigen Vater führt der Waidmann hinweg, der kaum ſich ſelber hält. Solch Wild ſah er nie! Der Geiſtliche bleibt.. bleibt auch bei der Leiche, ſorgt für ihre Ehre, ihre Beſtattung...

Und der Gefangene, der oben mit dem Tuche Ab ſchied winkte, muß er nicht ausrufen:

Gott im Himmel! Erfindet Das eine grauſame Phantaſie, nur um mich zu martern, oder iſt Das Wirklichkeit? Iſt's ein Traum odber iſt's Leben und heißt jetzt ſo die Ordnung dieſer raſenden Welt? Wer iſt der Dämon, der uns dieſe Grauenbilder ſchuf? Welchem erbarmungsloſen Moloch bringen wir dieß furchtbaren Opfer eines kalten rückſichtsloſen Ideen geſetzes? Nur wegen der Worte: Meuterei im Heer Beſtand der eiſernen Ordnung! Ein Beiſpiel!(