1 Sie umſtehen die Grube. Nur dem aufgeworfenen
Hügel bleibt der Rücken frei.... Ein metallner Klang— ein Klingeln faſt— die ſ Ladſtöcke fahren in die Musketen— Acht Krieger ha⸗ T ben geladen.
— Die Nachtigall ſingt Liebe und Sehnſucht...
O ſänge ſie Muth dem Armen in leinenem Kit— tel, der aus dem verdeckten Gange tritt! Ein Jüng— ling, gebräunten Antlitzes, ſpärlich der Bart, blond dn das Haar, das Auge voll Wehmuth, aufgeſchlagen ſnd gen Himmel, zum erſten Lichtſtrahl der Sonne, der ihm grade über den Scheitel fährt wie ein Glorien⸗ der ſchein! Umſchlungen hält ihn eine lange Geſtalt im und 1 Prieſterkleide, ein ernſtes liebevolles Haupt, nieder⸗ di 68 gebeugt zu dem ſchwankenden Wandrer, der ſich in den Reihen der Krieger umſieht und ſie voll Trauer nen und Ergebung begrüßt... 1 Der Jüngling ſchreitet den Todesgang—
1 Ein Bauer, in greiſem langem Haar, liegt in
den Armen eines rüſtigen Jägers mit rothem Barte,
4 der ihn führt. Wie kann er ſich halten, wie noch ſ leben— es iſt ja ſein Sohn, ſein Stolz, ſeine Chre, 1 die ihm geraubt wird— ſeine Knie wanken. Er 1 h ſtammelt Gebete, die er ſelbſt nicht hört— Mein Sohn! Mein Sohn!


