Teil eines Werkes 
8. Bd. (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

laſſen uhe

ende Raui

Er ſui chtliche 5 verſchwe

e, morga

475

Dämmerung auf den Fluren. In der kleinen Veſte Bielau ein ſchauerliches Schweigen. Die Sonne naht. Es künden die purpurnen Wolkenboten erſt ihr Kom⸗ men an. Es ſingt ihr auf dem Lindenbaum am Wall entgegen die wachende Nachtigall.

Die Sängerin iſt's der Liebe und der Sehnſucht! Es iſt der blühende, der duftende Lindenbaum

Aber auf dem Glacis graben zwei Männer ſtumm und traurig eine Grube Sie tragen die bunten Röcke des Kriegers...

Die Erde blinkt und funkelt unter dem Spa ten von Glaskörnchen, von Metallſtückchen, von Schnecken, von Kieſelſteinen was iſt da zu weilen! Einen Hügel nur von Erde ſoll es geben und neben ihm eine Grube, ſo tief, wie die beiden Krieger in ihr ſtehen... Sie iſt fertig. Die Spaten liegen auf der friſchen Erde... Die Krieger gehen traurig.

Die Sonne nähert ſich. Es iſt, als rauſchte ſie empor mit Donnerton. Und doch iſt Alles ſtill, nur die Nachtigall ſingt, der Lindenbaum ſäuſelt und nur die Welle des Fluſſes, an dem die kleine Veſte ſich erhebt, kann man plätſchern hören.

Da Männertritt... In gleicher Ordnung... aus einem verdeckten Gange, der zu den Kaſematten führt, zwanzig, dreißig Mann... wozu ſie zählen!