Teil eines Werkes 
8. Bd. (1851)
Entstehung
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Tagedieb, den lebhafteren Gaſſen zu. Er wollte erſt Siegbert beſuchen, um ihn zu warnen, führte aber dieſe gute Regung nicht aus, da ſie ihm jetzt unnöthig ſchien. Nun wollt' er zu dem alten grauen Hauſe, das Schlurck bewohnte, wollte ſich erkundigen, wie es um Bartuſch ſtünde, wollte einmal den Verſuch ma— chen, Schlurck ſelbſt zu begrüßen, dem er ſeit ſeiner Unterſuchung in Sachen des Bildes der Fürſtin Amanda von Hohenberg imponirte. Er war voll Uebermuth und Trotz.

Als er nun wirklich vor dem alten, mit dem Kreuze bezeichneten Hauſe ſtand, blickte er ſchielend zu den Fenſtern auf, hinter denen Melanie wohnte. Wie rannen da alle ſeine chaotiſchen, nicht guten, nicht völlig böſen Empfindungen in dem einen ſtarken mäch⸗ tigen Strom zuſammen: Vergangenheit! Seit jener Nacht, wo ihm Melanie im Wagen verſprochen hatte, Laſally von einer Unterſuchung abzubringen,

mit der der ergrimmte Freier ihn bedrohte, hatte er

ſeinerſeits das Verſprechen geben müſſen, auch nun für ewig von ihr zu laſſen und ihre Bahnen nicht mehr mit ſeinen ſchreckhaften Erinnerungen an Kinderglück zu durchkreuzen. Hackert, hatte ihm Melanie damals geſagt, du weißt ſehr wohl, daß ich über meine Zu⸗ kunft eine ernſte Betrachtung anzuſtellen habe und mich