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Weil du lieben kannſt!
Wie Olga dieſe Worte feſt und ſicher geſprochen hatte, ſtürzten auf's neue die Thränen aus Helenen's Augen. Sie umarmte ſtürmiſch das junge Mäd⸗ chen, riß ihr den Hut fort, den ſie in der Hand hatte, nahm ihr den Shawl ab und ſprach in äußerſter Exaltation:
Noch heute reiſen wir! Du biſt mein, mein Kind, meine Olga! Wir Beide ſind verbunden durch den Schmerz der Liebe! Gehen Sie, Rafflard, beſorgen Sie unſre Päſſe. Schicken Sie ſie uns nach. Wir reiſen ſo, wie wir hier ſind! Fort! Fort! Fort! In die Welt! Wir müſſen uns retten, Mädchen, vor dieſem Elend des Lebens, vor dem Froſt des Win⸗ ters, der ſich auch an die Herzen anſetzt! Auch Sieg⸗ bert hatte den Muth nicht, dich ſein zu nennen! Entblättert ſich dir ſchon ſo früh der ſchöne Glaube an dieſe Männerſeelen? Ha! Du biſt von meinem Blute, Mädchen! Dein Herz ſchlägt wie meines! Fort! Fort! Wir bedürfen andre, ſüdliche Luft! Nach Italien! In dieſem Norden erfrieren wir.
Damit drängte ſie Rafflard, der vernichtet daſtand, hinaus.
Rafflard ſtand noch unſchlüſſig und wollte verdrieß⸗ lich werden.


