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mächtig, wie glühend ich die uneigennützige, blindeſte, treueſte Freundſchaft bedarf. Es iſt mir jetzt, als wenn Männer, die etwas Großes wollen, nicht in der Weiſe, wie es die Dichter beſingen, lieben können. Werf' ich dir vor, daß du es verſchmähſt, von meinen Almoſen zu leben, von den Blicken zu zehren, die ich in Sturmeseile einen Augenblick innehaltend dir flüch⸗ tig zuwerfe? Wärſt du ſelber ehrgeizig, du begnügteſt dich mit ihnen. Aber du biſt es nicht. Du willſt nur Liebe, das Glück des ſtillen, ungeſtörten Beſitzes. Du biſt eine Lebensdichterin! Ich bin, wenn ich in allen meinen Hoffnungen und Entwürfen einſt ſchei⸗ tern werde, höchſtens ſo glücklich, der Gegenſtand eines Dichters zu werden, der mich mit einem Gebet für meine Seele, mit einer Entſchuldigung für die Welt, in ſeiner Darſtellung einſchaufelt.
Du haſt dies Leiden gefühlt, Helene, und mir geſtern, als ich ſo grauſam, ſo kalt war, wieder von dem Worte geſprochen, das du ſchon einmal fallen ließeſt, du wollteſt mein Weib werden! Helene, daß ein Wort, worin für ein Weib ihre ganze Kraft, ihre ganze Allmacht liegt, hier wie ein Almoſen klang, das nicht einmal du gabſt, ſondern du nahmſt! Mein Weib! Helene, du mein Weib! Daß ich verneinend ſo auffuhr, daß ich ſo wild ſtürmte, was war es
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